Du liegst im Bett und kannst nicht einschlafen, weil du große Geldsorgen hast?
Wie soll ich den morgigen Einkauf bezahlen?
Mein Kind braucht neue Schuhe, aber wir haben kein Geld mehr!
Kennst du das? Diese Gedanken haben sehr viele Mamas in Elternzeit! Zuerst einmal, mach dir keine Sorgen, du bist nicht allein! Sehr viele Mütter haben Geldsorgen in der Elternzeit!
Laut Statista, nehmen Frauen durchschnittlich 14,6 Monate Elternzeit, wobei Männer gerade einmal auf 3,6 Monate kommen (Stand 2022). Das bedeutet natürlich auch, das Frauen die größeren finanziellen Einbußen haben als Männer. Da sich auch heute noch meist die Frau um Sachen wie Einkaufen, Kinderverpflegung etc. kümmert, spürt sie auch die finanziellen Auswirkungen am ehesten.
Doch das muss nicht sein! Ich zeige dir 10 Tipps, wie du mehr finanzielle Freiheit und damit auch Gelassenheit für dich bekommst!
1. Kenne deine Einnahmen und Ausgaben
Um deine Geldsorgen zu minimieren, musst du dir erstmal einen Überblick über deine bzw. eure Einnahmen und Ausgaben verschaffen. Hierzu empfehle ich dir eine Excelliste zu verwenden, in der du bei Bedarf die Beträge abändern kannst.
Klassische Einnahmen
Elterngeld
Kindergeld
Evtl. Erziehungsgeld oder ähnliches
Minijob
Zinsen, Dividenden etc.
weitere Einkünfte
Am besten gehst du einfach deine monatlichen Kontoauszüge durch und notierst dir alle Einnahmen. Strukturiere diese dann in monatliche, quartalsweise oder jährliche Einnahmen
Klassische Ausgaben
Auto + Sprit
Versicherung (bitte auch jährlich Zahlungen beachten)
Freizeit kosten
Kosten für Einkäufe
Kosten für Kredite
weitere Kosten
Altersvorsorge
Auch hier gehst du die letzten Kontoauszüge durch und notierst dir in deiner Exceltabelle, welche Kosten du hast. Schaue hier, wie hoch dein monatliches Plus oder Minus ist und lege fest, auf welchen Betrag du kommen möchtest, damit du dich wohl fühlst.
2. Belege sammeln
Nun sammelst du für einen Monat all deine Belege! Das mag sich komisch anhören, aber so kannst du deine Ausgaben nochmals genau kontrollieren. Wofür gibst du dein Bargeld aus? Anhand von den Quittungen, egal ob Einkaufen, Bäcker, Tanken oder ähnliches hast du einfach eine optimale Übersicht.
Vergleiche dann am Ende des Monats die Belege mit deiner Exceltabelle und ergänze die fehlenden Beträge. Nun kannst du mit Schritt 3 starten.
3. Reduziere deine variablen Ausgaben
Nachdem du nun einen Überblick hast, wird es Zeit Ausgaben zu reduzieren. Gehe deine Excelliste ganz genau durch und überlege, wo du einsparen kannst. Vielleicht shoppst du gerne online oder aber du gehst gerne auswärts Essen. Hast du vielleicht noch eine Fitnessvertrag, den du einfach vergessen hast zu kündigen, obwohl du schon seid Jahren nicht mehr da warst?
Nimm dir Zeit uns gehe alles Schritt für Schritt durch. Wenn du in einer Partnerschaft lebst, dann solltet ihr dies natürlich gemeinsam machen!
4. Budget festlegen
Im nächsten Schritt, legst du für verschiedene Dinge ein Budget fest. Dazu gehören z.B. Einkaufen von Lebensmittel, Tanken, Freizeitaktivitäten wie Café trinken oder ähnliches. Sei hier realistisch! Was kostet dich z.B. dein Wocheneinkauf? Diesen kannst du nicht unwillkürlich kürzen, da ihr ja alle etwas zu Essen benötigt.
Praxistipp um dein Haushaltsbudget zu kontrollieren
Um dein Budget auch wirklich zu kontrollieren, hebe jeden Monat für deine verschiedenen Ausgaben wie z.B. Einkaufen oder Freizeit Bargeld ab. Lege dieses Geld in einen Umschlag, mit der jeweiligen Aufschrift und bezahle daraus! Sammle zusätzlich die Belege um ein Gefühl für die einzelnen Ausgaben zu bekommen.
5. Gebrauchte Baby- und Kinderausstattung kaufen
Klar, keiner möchte bei seinem Kind einsparen, denn schließlich wollen wir nur das Beste für sie. Jedoch kannst du bei gebrauchter Babyausstattung einiges sparen. Viele Dinge wie Kinderwagen, Babybett, Kleidung oder Spielzeug kann man super gebraucht kaufen. Hier kannst du locker mal mehrere Hundert bis Tausend Euro sparen!
6. Kinderkleidung teilen oder gebraucht kaufen
Kinder wachsen vor allem am Anfang wahnsinnig schnell. Zack und schon haben sie wieder einer Kleidergröße mehr! Da die kleine Knirpse vor allem am Anfang ihre Klamotten schnell dreckig machen, sei es ausgespuckte Milch oder Brei benötigt man davon auch einen ganzen Haufen. Dies kann den Geldbeutel sehr belasten, denn Kinderkleidung ist nicht gerade billig!
Auch hier lohnt es sich zu gebrauchten Kleidungsstücken zu greifen. Entweder teilt ihr mit befreundeten Eltern die Kleidung oder aber ihr besorgt euch diese auf Flohmärkten oder Kleinanzeigen. Oft werden hier ganze Kleidungspakete für einen extrem günstigen Preis verkauft. Wenn ihr euch sorgen um die Hygiene macht, dann wascht diese auf jeden Fall einmal bei 60 Grad. So könnt ihr viel Geld sparen und im Zweifelsfall die Kleidung nochmals verkaufen.
7. Essen vorplanen und zu Hause kochen
Laut Destatis zahlen wir Deutschen 2023 im Durchschnitt 9% mehr für Lebensmittel als noch vor einem Jahr.Das merken wir natürlich in unserem Geldbeutel und das wiederum kann auf die Laune drücken.
Hier kann es helfen, seinen wöchentlichen Einkauf strukturiert zu planen und mehr zu Hause zu kochen.
Tipps zum Wocheneinkaufsplan:
Plane deine Mahlzeiten
Überlege dir, was du jeden Tag kochen möchtest und schreibe dir die Zutaten auf.
Erstelle eine Einkaufsliste
Schreibe vor dem Einkaufen eine Liste von allen Dingen, die du sonst noch benötigst.
Vorräte überprüfen
Überprüfen dann deine Kühlschrank und Vorratsschrank, welche Lebensmittel du noch da hast. Dadurch vermeidest du doppelte Einkäufe und unnötige Ausgaben.
Berücksichtige Aktionsangebote
Nimm dir den aktuellen Aktionsprospekt zur Hand und schreibe dir auf, welche Produkte im Angebot sind. Kaufe aber nur das, was du auch wirklich benötigst!
Einkaufen nach Einkaufszettel
Auch wenn es schwer fällt, kaufe nur das ein, was auch wirklich auf deiner Liste steht!
8. Energiekosten senken – vergleichen lohnt sich!
Zunächst einmal solltest du jedes Jahr deinen Energieanbieter vergleichen. Oft lässt sich hier eine Menge einsparen und dadurch kosten senken.
Auch solltest du darauf achten, möglichst viel Energie zu sparen. Benütze z.B. Engeriesparlampen und schalte nicht benötigte Geräte aus, anstatt in den Standby modus. Das mag sich zwar banal anhören, kann aber über das Jahr gesehen viel Geld sparen!
9. Kostengünstige Freizeitaktivitäten planen
Ja, als Mama, die gerade in Elternzeit ist, musst du einfach mal raus! Irgendwann fällt einem einfach die Decke auf dem Kopf und das ist auch selbstverständlich! Aber auch in Sachen Freizeit kannst du viel Geld sparen. Du kannst dir z.B. dein Essen und deine Getränke selbst mitnehmen. Es muss nicht immer das teure belegte Brötchen vom Bäcker sein.
Nutze im Sommer z.B. auch den kostenfreien See anstatt das Freibad mit Eintritt. Du kannst auch einfach mal ein Picknick im freien machen, anstatt zum Essen zu gehen. Hier gibt es viele Möglichkeiten um Geld einzusparen und trotzdem Spaß zu haben!
10. Keine Geldsorgen in Elternzeit dank eigenem Business
Hast du schonmal darüber nachgedacht, dein eigenes Geld dazu zu verdienen? Damit meine ich nicht unbedingt den Minijob, sondern dir selbstständig dein Mama Business aufzubauen? Hier gibt es viele Möglichkeiten, die dir zusätzliches Einkommen in deine Haushaltskasse bescheren. Hast du schonmal davon geträumt länger daheim zu bleiben und trotzdem Geld zu verdienen?
Dank dem Internet gibt es viele Optionen für Mamas, um sich in der Elternzeit sein eigenes Geschäftsmodell aufzubauen und langfristig ein Einkommen zu schaffen.
Du bist der Chef über deine Finanzen!
Vergiss nicht, dass dein optimiertes Money-Mindset und eine klare Struktur dich zur Herrin über deine Finanzen machen.
Jede finanzielle Situation ist unterschiedlich und muss individuell betrachtet werden. Trotzdem kannst du es schaffen! Pack es also an und werde jetzt die Chefin über deine Finanzen!
Viel Spaß wünscht dir deine Carmen!



